Schatten

Arbeit mit Schatten: lösen von Blockaden, Ziele erreichen, Persönlichkeitsentwicklung
Arbeit mit Schatten: lösen von Blockaden, Ziele erreichen, Persönlichkeitsentwicklung

Da wo Licht vorhanden ist, da ist auch immer der Schatten. Andersrum genauso: Sieht man Schatten, muss irgendwo auch eine Quelle des Lichts da sein.

C. G. Jung hat 1912 erstmals das Schattenkonzept formuliert als Beschreibung des Wiederspruchs zwischen dem was wir sein wollen und was wir sind. Alles was wir nicht oder noch nicht an uns akzeptieren können, kann zum Schatten werden.

Woraus besteht der Schatten?

Der Schatten, das Verbotene, das was nicht sein darf.  Der Schatten ist uns unheimlich, am liebsten möchten wir, dass er verschwindet. Sehen wir den Schatten bei einem anderen, zeigen wir gerne mit Finger hin.  Der andere ist schattenreich, ich nicht! Es ist fast eine Schadenfreude, die wir dabei entwickeln, wenn wir den Schatten bei einem Anderen sehen.

Wie entsteht der Schatten?

 Es sind Charakterzüge, Teile unserer Persönlichkeit, die wir so ablehnen, dass wir sie bewusst oder unbewusst verstecken und verleugnen. Diese abgespaltenen Teile blockieren die Lebenskraft, schränken unsere Beziehungen ein und sind dafür verantwortlich, dass wir unsere Träume nicht verwirklichen können.

Als Kinder sind wir sehr von unseren Eltern abhängig, wir lernen oft schmerzhaft welches Verhalten Lob oder Ablehnung auslösen. Wir machen alles um geliebt zu werden, so verbergen wir unsere „schlechten“ Seiten. Wir haben Angst, später vergessen wir, dass dieser Prozess überhaupt stattgefunden hat. Wir sind jetzt nur noch „gut“ und verraten uns um gemocht zu werden. Wir tragen eine Maske, die wir vielleicht vor das eigene Gesicht halten.

Wie finde ich meinen Schatten?

In jedem von uns existieren neben den positiven auch negative Eigenschaften: Faulheit, Feindseligkeit, Gier, Neid oder Schwäche. Jeder von uns liebt und hasst, ist mal rücksichtslos, eingebildet und dann wieder verständnisvoll. Es geht darum, sich mit allen Persönlichkeitsteilen auszusöhnen.

Jede starke emotionale Reaktion weist auf ein Schattenthema hin!

Eine der Übungen um den Schatten zu entdecken ist mir im Schattenseminar beim Landsiedel Training begegnet. Wir sollten alles aufschreiben, was uns an Menschen in unserer Umgebung: Freunden, Bekannten oder Familie stört. Die Eigenschaften einzeln durchgehen und sich selbst dabei fragen: In welchen Teil meines Lebens lebe ich diese Eigenschaft selbst und will es nicht wahrhaben?

Im Moment, wo ich mit meinem Schatten Frieden geschlossen habe hat sich mein Leben enorm verändert. Ich musste nicht mehr so tun, als ob ich jemand wäre, der ich nicht bin. Es war nicht mehr nötig zu beweisen, dass ich gut genug bin. Endlich war ich in der Lage mit Lächeln zu allen Facetten meines ich, auch zu den schattenhaften, sagen zu können: „Ja, das bin ich auch.“  So ist eine Menge Energie freigeworden, die bisher zum Verstecken des Schattens nötig war.

Für mich selbst gehört das kramphafte Verstecken der „ungewünschten“ Eigenschaften schon seit ein paar Jahren der Vergangenheit an und ich genieße die dadurch gewonnene Energie und Freiheit. Der Weg dorthin hat sich für mich auf alle Fälle gelohnt. Interesse geweckt? Ein kurzer Anruf lohnt sich!

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